Schlosse und Herrensizte
Aufgrund der schönen landschaftlichen Lage der Gutshöfe kann man bei einer Rundtour auch die herrliche Natur geniessen, für die die Kerteminde Region so bekannt ist. Im bequemer Radfahrabstand von Kerteminde aus hat man ideale Verhältnisse um die 600-700 jährige Geschichte der Gutsbesitzer und ihren Höfen zu erkundschaften. Im 13. Jahrhundert begannen sich die adeligen Gutshöfe von den Dörfern abzukapseln und prägten in den folgenden 600 Jahren stark das Geschehen im Land. Auf Hindsholm beinflussen die weitstreckten Gutländereien auch heute noch die Umgebung.
Gutshöfe als militärische Anlagen
Im hohen Mittelalter wurden Gutshöfe zuallererst als militärische Anlagen genutzt und waren auf einem kegelförmigen Wall um einen Festungsturm herum gebaut - dies nannte man "Hochburg". Die Festungen selbst sind nicht erhalten geblieben aber einige Wälle kann man noch besichtigen.
Bei Gut Hverringe, am Waldrand auf der westlichen Strassenseite von Kerteminde liegt ein gut erhaltener und äusserst schönes Beispiel eines 5-6 Meter hohen Walls. Auf dem Wall befindet sich ein neuerer Steinkeller, welcher zur Aufbewahrung von Eis diente.
Im Lundsgaarddswald unmittelbar südlich von Kerteminde liegt eine der interessantesten und am besten erhaltenen Wallanlagen aus der damaligen Zeit. Jomfruhøj (Jungfrauenhöhe) umfasst zwei Hochburgen, die beide von einem Graben umringt sind sowie ein hufeisenschuhförmiger, niedrigerer Wall. Auf der Jungfrauhöhe sind Münzen aus der Zeit 1320-1425 gefunden worden. Man geht also davon aus, dass hier eine Burg lag in der Zeit als König Erik von Pommern 1413 Kerteminde als Handelsstadt ernannte.
Bei Gut Hverringe, am Waldrand auf der westlichen Strassenseite von Kerteminde liegt ein gut erhaltener und äusserst schönes Beispiel eines 5-6 Meter hohen Walls. Auf dem Wall befindet sich ein neuerer Steinkeller, welcher zur Aufbewahrung von Eis diente.
Im Lundsgaarddswald unmittelbar südlich von Kerteminde liegt eine der interessantesten und am besten erhaltenen Wallanlagen aus der damaligen Zeit. Jomfruhøj (Jungfrauenhöhe) umfasst zwei Hochburgen, die beide von einem Graben umringt sind sowie ein hufeisenschuhförmiger, niedrigerer Wall. Auf der Jungfrauhöhe sind Münzen aus der Zeit 1320-1425 gefunden worden. Man geht also davon aus, dass hier eine Burg lag in der Zeit als König Erik von Pommern 1413 Kerteminde als Handelsstadt ernannte.
Gutshöfe im späten Mittelalter
Die starken Burgfestungen des Adels waren eine ständige Bedrohung für die Reichsregierung und 1396 erliess Königin Margrethe ein Verbot gegen den Bau neuer Burgen. Daraufhin bestand ein typischer Gutshof aus einer kleinen, unbefestigten Anlage, auch Knappenhof genannt.
1481 erlang es dem Adel das Festungsbauverbot aufzuheben.
Wegen des Erschienens von Kanonen erbaute man jedoch nun nicht mehr Hochburgen sondern anstattdessen Wasserburgen. Diese bestanden aus ebenen Burganhöhen, welche von einem Wassergraben 10-15 Meter Breite umgeben waren.
Zwei solcher Wallanlagen kann man noch heute in Revninge beim Jershave und Voldsgård besichtigen. Der Gutshof Jershave ist seit dem Anfang des 16. Jahrhunderts bekannt, seine Gebäude wurden aber um 1800 niedergerissen.
1481 erlang es dem Adel das Festungsbauverbot aufzuheben.
Wegen des Erschienens von Kanonen erbaute man jedoch nun nicht mehr Hochburgen sondern anstattdessen Wasserburgen. Diese bestanden aus ebenen Burganhöhen, welche von einem Wassergraben 10-15 Meter Breite umgeben waren.
Zwei solcher Wallanlagen kann man noch heute in Revninge beim Jershave und Voldsgård besichtigen. Der Gutshof Jershave ist seit dem Anfang des 16. Jahrhunderts bekannt, seine Gebäude wurden aber um 1800 niedergerissen.
Gutshöfe als prachtvolle Wohnstätte
Seit der Mitte des 16. Jahrhunders war die militärische Rolle des Adels vorbei und Gutshöfe wurden nicht länger als Festungen angelegt sondern als prachtvolle Wohnstätte.
Kriegsritter wurden zu Gutsherren und deren Ländereien wurden auf Kosten von Bauernhöfen stark erweitert.
Die grossen aus Stein gebauten Gutshöfe, die heute die Landschaft prägen, stammen fast ausschliesslich aus der Zeit 1550-1800.
Kriegsritter wurden zu Gutsherren und deren Ländereien wurden auf Kosten von Bauernhöfen stark erweitert.
Die grossen aus Stein gebauten Gutshöfe, die heute die Landschaft prägen, stammen fast ausschliesslich aus der Zeit 1550-1800.



